Facebook stellt die Finanzierung von Netzwerken mit Trollfabrik-Anbindung ein

Facebook hat drei Netzwerke russischer Konten für die Beeinflussung der Innenpolitik in acht afrikanischen Ländern gesperrt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Netzwerke werden von der Firma mit Jewgenij Prigoschin, dem mutmaßlichen Kreditgeber der russischen Internet-Forschungsagentur “Trollfabrik”, in Verbindung gebracht.

Gefälschte Konten wurden verwendet, um die Bewohner von Madagaskar, der Zentralafrikanischen Republik, Mosambik, dem Kongo, der Elfenbeinküste, Kamerun, dem Sudan und Libyen zu beeinflussen. Insgesamt erreichten die Netzwerke eine Million Facebook-Follower.

Bei den Online-Aktivitäten hätten die Konten eine bestimmte Partei oder einen bestimmten Kandidaten unterstützt. Andere Berichte hätten ihre Präferenz für mehrere Politiker zum Ausdruck gebracht. Auf diese Weise hätten die russischen Netzwerke Unterstützung für russisch gesinnte Ziele schaffen wollen.

Laut Facebook ist das Netzwerk mit Prigozhin verbunden, das zuvor von den USA wegen Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahlen 2016 angeklagt worden war. Im September verhängten die USA gegen Russland Sanktionen wegen Einflussnahme auf die US-Kongresswahlen 2018.

Die russischen Netzwerke sollen mit lokalen Parteien zusammengearbeitet haben, um die politischen Diskussionen in afrikanischen Ländern zu beeinflussen. Nach Angaben von Forschern der Stanford University handelt es sich dabei unter anderem um ein Militärunternehmen, das zuvor für Russland in der Ukraine und in Syrien tätig gewesen wäre.

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